Die Entwicklung eines Minimum Viable Product entspricht nicht unbedingt der Natur des Menschen in seinem Streben nach Perfektion, Vollendung und der Vermeidung von Risiken. Stellen Sie sich deshalb darauf ein, in vielerlei Hinsicht umdenken zu müssen, wenn Sie ein MVP entwickeln und das MVP-Mindset etablieren möchten.  Aber wie gelingt Ihnen das?

Das sind die häufigsten Mindset-Probleme:

 „So kann das noch nicht live gehen“ wird zu „Wir wollen unsere Idee möglichst früh auf dem Markt testen“

Die Entwicklung eines MVP widerspricht häufig dem eigenen Professionalitätsanspruch und vielleicht sogar der Unternehmenskultur. Eine noch unvollendete Idee auf den Markt zu werfen, vielleicht noch gar nichts programmieren, sondern zunächst manuell umzusetzen – das trauen sich viele Unternehmen eher nicht.

Ein Gegenargument, mit dem man immer punktet: Das MVP-Mindset ist kostengünstig und effektiv. Statt viel in die Entwicklung eines hochkomplexen Produkts zu investieren, wird die Idee mit ihren Kern-Features so einfach wie möglich umgesetzt und muss sich von Beginn an den echten Nutzern stellen. Entspricht etwas noch nicht den Nutzer-Anforderungen, kann nachjustiert werden, bevor das finanzielle Pulver verschossen wurde.

 

„Damit könnten wir scheitern“ wird zu „Mit dem MVP testen wir, ob unser Produkt ankommt“

Eine Kultur des bereitwilligen Scheiterns und Ausprobierens ist in Deutschland generell weniger ausgeprägt als in einigen anderen Ländern. Während andere Nationen risikofreudiger sind, neigt der Deutsche häufiger zu Zurückhaltung und geht auf Nummer sicher, was sich z. B. kürzlich auch in einem unserer Usability-Tests zeigte: Während US-Nutzer einen Button klickten, um zu sehen, was danach passiert, reagierten deutsche Nutzer zögerlich und wünschten sich zunächst mehr Informationen, bevor sie klickten).


Der Aufwand, ein MVP zu entwickeln ist geringer und somit ist der zeitliche und finanzielle Verlust auch vergleichsweise klein, falls das Produkt tatsächlich scheitern sollte.

 

„Das reicht dem Nutzer doch so nicht“ wird zu „Wir lösen den größten Pain unserer Nutzer (zuerst)“

Wenn das MVP nicht von Anfang an alle geplanten Funktionen aufweist, besteht oft die Angst, dass Nutzer das Produkt nicht annehmen. Wenn Ihr Produkt aber den größten Pain der potenziellen Nutzer anspricht und löst, werden sie es auch nutzen. Daher: Bestimmen Sie den größten Pain Ihrer Nutzer präzise und zwar basierend auf fundierter User Research.

Mit User-Research ermitteln die wir Minimalanforderungen Ihrer Nutzer

Mit fokussierter User Research finden wir heraus, was Ihre Zielgruppe wirklich braucht und bewegt.

Fazit: Umdenken lohnt sich

Auch wenn das MVP-Mindset dem eigenen Sicherheitsgefühl widerspricht, lohnt sich das Umdenken, denn das Risiko, schlimmstenfalls jahrelang komplett am Pain des Nutzers vorbei zu entwickeln, wird eliminiert.

Ein gutes MVP spart Zeit und Geld

  • bei der Entwicklung
  • im Kundensupport
  • bei Iterationen

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Über den Autor

Sophie Krüger

Marketing-Managerin

Sophie Krüger hat Medienkommunikation mit Schwerpunkt Medienpsychologie studiert. Sie verantwortet unsere Kundenkommunikation und schreibt über alles rund um die Agentur.

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