Konzeption eines KI-Features von der Idee bis zum Prototyp
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Prototyping
Der Prozess war für uns ein echter Glücksgriff: fokussiert, auf den Punkt und immer gut geführt. Am Ende hatten wir ein durchdachtes, getestetes Konzept, das wir dann direkt in unseren MVP übersetzen konnten. Das zeigt, dass sich nutzerzentriertes Arbeiten auch bei KI-Produkten auszahlt.
Kunde
Johannes Nielsen
Founder
sommelier.bot
Online-Weinberatung, die Mehrwert stiftet und Business-Ziele erreicht
Wir durften den sommelier.bot bei der Neukonzeption, Testung und Gestaltung begleiten: eine mobile-first KI-Weinberatung, die aus einer Produktsuche ein anregendes Erlebnis macht. Nicht nur auf Basis von Hypothesen, sondern getestet und validiert mit echten Nutzer:innen.
Klassische Onlineshop-Filter setzen Fachwissen voraus. Der sommelier.bot hingegen hilft Nutzenden bei der Auswahl von Wein, Bier und Spirituosen und verschafft gleichzeitig Händler:innen qualifizierten Traffic.
Das Projektziel: die vorhandene KI-Funktionalität mit Gamification-Elementen so weiterzuentwickeln, dass Motivation, Nutzungsintensität und Wiederkehr nachhaltig steigen. Für Weinneulinge und Kenner:innen gleichermaßen.

Zwei sehr unterschiedliche Zielgruppen und eine Beratung, die beide abholt

Die größte konzeptionelle Herausforderung lag im Spannungsfeld der Zielgruppe. Eine Analyse der User zeigte zwei Protopersonas, an denen wir das Konzept ausrichteten:
- Junge, mobile-affine Weinneulinge stöbern viel und entscheiden anhand von Etikett bzw. Geschmacksbeschreibung.
- Erfahrene Weinkenner:innen erwarten transparente, nachvollziehbare Empfehlungen und keine „zu simple“ Ansprache.
Hinzu kam eine Herausforderung, die KI-Projekten eigen ist: Eine noch nicht existierende KI-Interaktion musste erlebbar und testbar werden. Anders als bei klassischen Interfaces gibt es nicht den einen Flow, sondern unzählige flexible Nutzungsszenarien, die ein Prototyp abbilden können muss. Wir lösten das über einen exemplarischen, klickbaren Flow; realitätsnah genug, um echte User-Reaktionen zu gewinnen.
Zugleich bewegten wir uns bewusst auf dem Drahtseil zwischen Vision und Machbarkeit: Das Konzept sollte kommende technische Möglichkeiten mitdenken und trotzdem ein Produkt beschreiben, das heute schon funktioniert und echten Mehrwert liefert.
Vom Information-Overload zur spielerischen Entdeckung
Research + Design-Framework
Zu Beginn analysierten wir Zielgruppe, Kaufverhalten und bestehende KI-Lösungen im mobilen Commerce. Daraus leiteten wir fünf Designprinzipien und einen klaren Design-Shift ab: weg von wissensbasiertem Filtern, Textlast und reinem Chat hin zu inspirierender Entdeckung, visuellem Lernen und spielerischer Interaktion.
KI-Strategie-Workshop
Mit Empathy-Maps, Jobs-to-be-Done und Design-Thinking-Formaten entwickelten wir Interaktionsideen und eine erste Customer Journey für beide Nutzergruppen.
Konzept + klickbare Prototypen
Aus Scribbles wurden Wireframes und zwei prototypische Integrationsszenarien: eine eigenständige App und die Einbindung in eine bestehende Händlerseite. Wir erarbeiteten dabei eigene Designpatterns und Best Practices für die Konzeption von KI-Features, die über dieses Projekt hinaus tragen.
User Testing + Iteration
Wir testeten mit zwölf Personen aus beiden Zielgruppen in moderierten Sessions und überarbeiteten das Konzept entlang der Ergebnisse – bevor die Entwicklung begann.
Ein tragfähiges Fundament für die Weiterentwicklung
Das Ergebnis ist ein mit Nutzenden getestetes Konzept für eine gamifizierte, mobile-first KI-Weinberatung. Der Fokus liegt auf interaktions- und erlebnisorientierten Mechaniken, deren Impact in den User-Tests bestätigt wurde.
Die swipe-basierte Geschmacksermittlung holt vor allem jüngere Nutzende ab. Mit jedem Swipe entwickelt die KI das persönliche Geschmacksprofil weiter. Nach jeweils drei Swipes fragt sie kurz nach, anhand welcher Kriterien entschieden wurde.

Der Taste-Match-Score und die grafische Gegenüberstellung von Geschmacksprofil und Wein machen Empfehlungen nachvollziehbar und bauen Vertrauen auf. Die Berücksichtigung von Anlass, Essen, Budget und Gästezahl gibt Usern das Gefühl, verstanden zu werden.

Die interaktive Weinkarte und die persönliche „Wine Journey“ wurden gerade von erfahrenen Nutzenden sehr positiv bewertet.

Erfolgreiche KI-Produkte beginnen bei den Menschen, die sie nutzen

Statt Annahmen zu programmieren, geht das Team vom sommelier.bot mit einem validierten Konzept in die Umsetzung. Der MVP wurde inzwischen gebaut, das Design-System ist in Arbeit. Die eigentliche Wirkung – Interaktionsrate, NPS und Wiederkehr – messen sie im Live-Betrieb; die Grundlage dafür ist gelegt.
Das Projekt zeigt, was uns wichtig ist: Auch KI-Produkte gehören von vorne bis hinten nutzendenzentriert konzipiert. Bewährte UCD-Prozesse auch hier ausschlaggebend, um aus einer technischen Möglichkeit ein Produkt zu machen, das Menschen gerne nutzen.
Unsere Leistungen
Neugierig geworden? So können wir dich unterstützen
KI-Strategie & -Konzeption
Wir finden mit euch Use-Cases, die Mehrwert stiften, und bauen sie so, dass Nutzende ihnen vertrauen. Research, Strategie, Design und Testing für KI-Produkte.
UX-Research
Lernt eure User und ihre Probleme kennen. Wir analysieren die Bedürfnisse eurer Zielgruppen und testen Konzepte mit echten Nutzenden, bevor eine Zeile Code entsteht.
UX-Design
Von der Product Vision über MVPs bis hin zum kompletten User Interface: Wir entwickeln digitale Produkte, die deine User begeistern und dabei deine Unternehmensziele im Blick behalten.
Womit willst du anfangen? Lass uns unverbindlich sprechen.

Birgit Bärnreuther
Head of Consulting
+49 30 / 544 870 24
(Mo bis Fr von 9 bis 18 Uhr)

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